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15.04.2021, 10:41 Uhr
MIT-Frühjahrsumfrage gibt Politik sehr klare Hausaufgaben auf
Der MIT-Bezirksvorsitzende für Südwestfalen, Dr. Matthias Heider MdB, stellt die Ergebnisse der „MIT-Frühjahrsumfrage 2021“ zur wirtschaftlichen Situation in der Region vor. Befragt wurden südwestfälische Unternehmen, die seit Mitte Februar einen digitalen Fragenkatalog mit mehreren Themenbereichen beantworteten.

Heider: „Das Ziel unserer Umfrage haben wir erreicht: Uns liegt nun ein branchenübergreifendes Bild darüber vor, wie mittelständische Unternehmen in Südwestfalen die ...
... betriebswirtschaftlichen Auswirkungen und die politische Handhabung der Corona-Pandemie bewerten. Dabei wird deutlich: Angesichts der sehr schwierigen Rahmenbedingungen ist die Situation in unseren heimischen Unternehmen vergleichsweise stabil. Knapp zwei Drittel aller Befragten geben sogar an, auch in der Krise grundsätzlich optimistisch in die Zukunft zu blicken.

Im Einzelnen stechen vier Befunde hervor:
  • Die Pandemie verursacht flächendeckende Umsatzeinbrüche und sorgt in vielen Betrieben für Störungen der Liefer- und Produktionsprozesse. Verschuldung und Arbeitsplatzabbau belasten rund ein Viertel der befragten Unternehmen. Etwa 60 Prozent geben jedoch an, dass die Pandemieauswirkungen für sie gut zu bewältigen seien – und über die Hälfte kann auf ausreichende Rücklagen zurückgreifen.
  • Die vielfältigen staatlichen Hilfsmaßnahmen für Unternehmen und deren Beschäftigte werden rege genutzt. Vor allem das Kurzarbeitergeld sowie das steuerlich absetzbare Homeoffice sind beliebte Instrumente; sie werden in vier von fünf Unternehmen eingesetzt. Allerdings wird von vielen Unternehmen die Erwartung geäußert, dass die Gewährung finanzieller staatlicher Unterstützung weniger bürokratisch und zügiger erfolgen solle.
  • Fast 90 Prozent der Umfrageteilnehmer betrachten die rasche Impfung der Bevölkerung als höchste Priorität in der Corona-Politik von Bund und Ländern. Über die Hälfte fordert außerdem eine verstärkte regional- und branchenspezifische Differenzierung bei Lockdown-Maßnahmen.
  • Ein Drittel der Befragten rechnet im Jahresverlauf 2021 mit dem Wachstum des eigenen Unternehmens. Dazu veranlassen insbesondere die Entwicklung neuer Geschäftsideen sowie die steigende Nachfrage hinsichtlich einiger Dienstleistungen und Produkte während der Pandemie.

Insgesamt zeigt sich, dass Südwestfalen als starke Wirtschaftsregion immer noch vergleichsweise glimpflich durch die Pandemie kommt. Erfreulich ist auch, dass die staatlichen Hilfsmaßnahmen zumindest ihrer Zielrichtung nach auf positive Resonanz stoßen. Allerdings haben die Umfrageteilnehmer uns als Politik auch sehr klare Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben: Der Zugang zu staatlichen Unterstützungsangeboten für unsere Unternehmen muss vereinfacht werden; unsere Impfstrategie ist dringend zu verbessern, das Impftempo ist spürbar zu beschleunigen; und pauschale Lockdown-Maßnahmen sollten wegen regionaler und branchenbezogener Besonderheiten vermieden werden.

Klar ist: Wachstum wird es in diesem Jahr nur mit mehr Freiheiten für alle Branchen geben. Ich denke dabei vor allem an das Hotel- und Gaststättengewerbe.“

Hintergrund:

An der „MIT-Frühjahrsumfrage 2021“ nahmen über 150 südwestfälische Unternehmen teil, darunter 40 Prozent aus dem produzierenden Gewerbe und mit mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.


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