Dr. Matthias Heider / Bezirksvorsitzender MIT Südwestfalen
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Neuigkeiten
16.01.2020, 14:43 Uhr
Heider bekräftigt scharfe Kritik an Kassenbonpflicht
Matthias Heider kritisiert die seit dem 01.01.2020 geltende Kassenbonpflicht abermals scharf:

„Meine auch öffentlich mehrfach geäußerten Befürchtungen haben sich nun leider bewahrheitet: Gerade Kleinstunternehmen leiden massiv unter der Kassenbonpflicht, denn der damit verbundene bürokratische Mehraufwand ist schlicht unverhältnismäßig. Landauf, landab – auch bei uns im Sauerland – beklagen sich Kioskbesitzer, Bäckereifachangestellte, Imbissverkäufer und viele andere massiv darüber. Sie berichten zugleich, dass kaum ein Kunde die ausgedruckten Kassenbons mitnehmen möchte. So entstehen unzählige Tonnen überflüssigen Papiermülls – der übrigens nicht nur umwelt-, sondern wegen des Thermopapiermaterials möglicherweise auch gesundheitsschädlich ist.
Damit kein Missverständnis entsteht: Selbstverständlich teile ich das Anliegen, Steuerhinterziehung entschieden zu bekämpfen. Insofern bezweifle ich nicht, dass Kassenbons grundsätzlich sinnvoll sind, um Zahlungsvorgänge nachvollziehbar zu dokumentieren. Was ich jedoch klar bezweifle, ist, dass es sinnvoll ist, Kassenbons auch dann auszudrucken, wenn ein Kunde den Kassenbon überhaupt nicht annehmen möchte. Elektronische Kassensysteme dokumentieren bereits heute lückenlos und detailliert jeden Zahlungsvorgang – und sie zu manipulieren, wird durch den künftig verpflichtenden Einsatz einer technisch zertifizierten Sicherheitseinrichtung (TSE) verhindert.

Vor diesem Hintergrund möchte ich, dass Kassenbons überall ausgedruckt werden können – und nur dann ausgedruckt werden müssen, wenn der Kunde den Ausdruck auf Nachfrage auch tatsächlich wünscht.“